Nagano

Seitdem in Nagano die Olympischen Winterspiele 1998 ausgetragen wurden ist die Stadt weltbekannt. Bei Japanern ist Nagano vor allem wegen des Zenkoji-Tempel ein beliebtes Pilgerziel.

Lage

Als Hauptstadt der gleichnamigen Präfektur liegt Nagano zentral auf der Hauptinsel Honshu.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Nagano

M-Wave – Nagano Olympic Museum

Wer in Erinnerungen an die 18. Olympischen Spiele in Nagano schwelgen möchte, der sollte das M-Wave mit dem Nagano Olympic Museum besuchen. Hier werden neben der olympischen Fackel auch viele unvergessliche Fotografien ausgestellt. In dem Museums-Shop werden zudem Souvenirs verkauft.

Tipps: Aus dem ehemaligen Platz für die Disziplin Eisschnelllaufen wird im Winder eine Mehrzweckarena mit einer Eisbahn.

Zenkoji-Tempel

Die Buddhastatue aus Bronze, die sich in der im Jahr 1707 erbauten Haupthalle des Zenkoji-Tempels befindet, soll das erste Buddha-Abbild Japans sein, das im 6. Jahrhundert nach Japan gebracht wurde. Alle sechs Jahre wird eine Nachbildung der Statue zum Gokaicho ausgestellt. Der Zenkoji-Tempel selbst wurde bereits im Jahr 624 gegründet.

In der Innenkammer der Haupthalle stehen verschiedene buddhistische Statuen sowie der Hauptaltar des Tempels. Im Keller befindet sich ein unterirdischer Durchgang, in dem sich Besucher blind in vollkommener Dunkelheit auf die Suche nach dem Schlüssel zum Paradies begeben können. Besuchern, die den Schlüssel berühren, wird Erlösung gewährt.

Hinter der Haupthalle steht die noch relativ neue Pagode, das als Zenkoji History Museum einige kunstvoll geschnitzte Buddha- und Bodhisattva-Statuen ausstellt.

Besuchen Sie den Zenkoji-Tempel auf Ihrer Rundreise durch Japan:

Togakushi-Schrein

Der Shinto-Schrein Togakushi liegt in den mit Wald bedeckten Togakushi-Bergen, die seit Anbeginn als heilig gelten. Er besteht aus einem unteren, mittleren und oberen Schrein. Über Wanderwege und Straßen sind die drei Schreine miteinander verbunden.

Für die Entstehung des Togakushi-Schreins spielt eine Geschichte der japanischen Mythologie eine entscheidende Rolle. Der Legende nach soll die Sonnengöttin auf Kyushu in einer Höhle versteckt haben, nachdem ihr Bruder mit seinem schlechten Benehmen die Welt verdunkelt hat. Andere Gottheiten wollten mit der Rückkehr der Sonnengottheit auch das Sonnenlicht zurückbekommen. Mit Tanzvorführungen versuchten sie die Sonnengöttin aus ihrer Höhle zu locken. Als diese einen kurzen Blick aus ihrer Höhle riskierte, griff eine der Gottheiten nach der Steintür und warf sie bis nach Togakushi in der Präfektur Nagano.

Aus der Legende ergeben sich zwei Gottheiten, denen zwei der drei Schreine gewidmet sind:

  • Der obere Schrein ist der Gottheit gewidmet, der die Steintür weggeworfen hat.
  • Der mittlere Schrein ist der Gottheit geweiht, die die Tanzführungen vor dem Versteck der Sonnengöttin organisiert hat.

Wer sich auf den Weg zu den drei Heiligtümern des Togakushi-Schreins macht, kommt unweigerlich an einigen kleineren Restaurants vorbei. Wen der kleine Hunger packt, kann hier die bekannten Soba-Nudeln aus Togakushi kosten.

Unmittelbar neben dem Eingang zum oberen Schrein befindet sich das Togakure Ninpo Museum und in der Nähe des mittleren Schreins das Kids Ninja Village. So lässt sich ein Besuch des Togakushi-Schreins mit einem Einblick in die Welt der Ninjas verbinden.

Togakure Ninpo Museum und Ninja-Haus

Das Togakure Ninpo Museum befindet sich in Togakushi nordwestlich der Stadt Nagano. Hier dreht sich alles um die Kunst des Ninjutsu und der Krieger, die damals in den umliegenden Bergen für ihre Kämpfe übten.

Das Museum ist der örtlichen Togakure-Schule des Ninjutsu gewidmet, die ihr Anfänge im 12. Jahrhundert gefunden hat. In einem der Gebäude sind Werkzeuge und Waffen ausgestellt, die von den Togakure Ninja verwendet wurden. Zudem geben viele Fotos Einblicke in die Techniken der damaligen Kriegführung.

Zum Museum gehört auch das Ninja-Haus, das auf den ersten Blick simpel wirkt, jedoch mit vielen geheimen Durchgängen, Türen und Geräten ausgestattet ist. Besucher können sich sogar darin probieren, Wurfsterne auf eine Zielscheibe zu werfen.

Jigokudani Yaen Kōen

Im Umland Naganos lebt der Japanmakake, der sich besonders gern in den kalten Wintermonaten in den heißen Quellen des Jigokudani Yaen Kōen aufwärmt. Besucher aus der ganzen Welt kommen hierher, um sich dieses Schauspiel live anzuschauen.

Beobachten Sie die berühmten badenden Schneeaffen auf Ihrer Reise in die Präfektur Nagano:

Anreise

Von Tokio sind es mit dem Shinkansen nur eta 1,5 Stunden bis nach Nagano.

Beste Reisezeit für einen Besuch in Nagano

Die beste Reisezeit für einen Besuch in Nagano sind die Monate Mai bis Juni und September bis Oktober.