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Bevölkerung in Japan

In Japan leben ca. 126,4 Mio. Einwohner (Stand 2017).

Im 19. und 20. Jahrhundert ist die Bevölkerungszahl in Japan stark angestiegen. Das hat die Bevölkerungsdichte enorm gesteigert. Im Jahr 2013 lebten auf einem Quadratkilometer ca. 350 Einwohner. Über Jahre hinweg hat sich die Bevölkerungsverteilung unter anderem aufgrund von Landflucht und erhöhte Preise für Wohnraum stark verändert. Vergleichsweise war die Bevölkerungsdichte in städtischen Gebieten jedoch schon immer höher. Die Gebiete mit einer extrem hohen Bevölkerungsdichte machen ca. 3,3 % der Landfläche aus.

Die hohe Lebenserwartung der japanischen Bevölkerung und eine niedrige Geburtenrate sorgen aktuell jedoch für einen Rückgang in der Bevölkerungszahl und eine Überalterung der Gesellschaft.

Demografischer Wandel

Die Überalterung der Gesellschaft ist in Japan aufgrund einer niedrigen Geburtenrate und einer hohen Lebenserwartung besonders ausgeprägt.

Mit einer Lebenserwartung von durchschnittlich 80 Jahren bei Männern und 87 Jahren bei Frauen sowie einer niedrigen Geburtenrate von durchschnittlich 1,4 Kindern pro Frau, hat sich die Bevölkerung in Japan zu einer alternden Gesellschaft entwickelt. Inzwischen ist etwa ein Viertel der Bevölkerung bereits 65 Jahre alt oder älter (Tendenz steigend).

Gründe für die niedrige Geburtenrate sind unter anderem eine späte Heirat, die steigende Zahl an Frauen im Arbeitsleben, kleine Wohnungen und erhöhte Kosten für die Ausbildung der Kinder. In Folge der niedrigen Geburtenrate schrumpft unter anderem auch die Bevölkerung seit einigen Jahren immer weiter.

Der steigende Anteil an älteren Menschen hat wiederum zur Folge, dass die Regierungen mehr Einrichtungen und Programme für die Alterspflege einführen musste. Im Umkehrschluss sind dadurch auch die Sozialausgaben der Regierung stark angestiegen.

Religionen

Die wichtigsten Religionen in Japan sind der Buddhismus und der Shintoismus.

Buddhismus

Seit der Buddhismus nach Japan gebracht wurde, ist er eine wichtige Verbindung zwischen Japan und der damaligen kulturellen Überlegenheit Chinas und Koreas.

Die verschiedenen Ausrichtungen bzw. Schulen des Buddhismus unterscheiden sich durch ihre Schriften, religiösen Methoden und die Verehrung verschiedener Buddhas. Nicht selten werden in einige der Ausrichtungen auch Elemente aus anderen Lehren integriert. So findet auch der Shinto als Ergänzung hin und wieder Anwendung im japanischen Buddhismus.

Bedeutend ist der Buddhismus vor allem im Toten- und Ahnenkult der heutigen japanischen Gesellschaft. So werden die Japaner nach ihrem Tod überwiegend nach dem buddhistischen Ritual bestattet (Einäscherung und anschließende Beisetzung in einer Urne). Zudem befindet sich ein buddhistischer Hausaltar zum Gedenken an die Ahnen in den meisten japanischen Haushalten.

Verschiedene Ausrichtungen des japanischen Buddhismus‘

  • Zen-Buddhismus
  • Amitabha-Buddhismus
  • Nichiren-Buddhismus
  • Jodo-Buddhismus

Shintoismus (Weg der Kami)

Der Shintoismus, auch kurz Shinto genannt, ist der Glaube an heimische Götter Japans wie Naturkräfte oder Ahnen. Der Unterschied zu anderen Glaubensrichtungen liegt vor allem darin, dass es keinen Gründer und auch keine feste Lehre gibt. Auch Ideale der Moral und des Jenseits betreffend sind nicht explizit festgelegt. Grundsätzlich könnte man sagen, dass es beim Shinto einen zeremoniellen Kern gibt, der Rest jedoch dank verschiedener lokaler Traditionen unterschiedlich ausgeprägt ist.

Weitere Religionen

Im 16. und 17. Jahrhundert hat das Christentum in Japan neben dem Buddhismus und dem Shintoismus zwar an Bedeutung gewonnen, spielt heute aber eine weniger große Rolle in der japanischen Gesellschaft.

Mitte des 19. Jahrhunderts haben sich immer mehr der „Neuen Religionen“ ausgebreitet, die sich aus Teilen des Shintoismus, Buddhismus und anderen Glaubensrichtungen zusammensetzen. Inzwischen soll es bis zu 300 dieser „Neuen Religionen“ geben. Zu den später gegründeten „Neuen Neuen Religionen“  gehören auch beispielsweise spirituelle und Selbsthilfegruppen bis hin zu Sekten (darunter unter anderem die Sekte Aum Shinrikyo, heute Aleph, die durch den Giftgasanschlag von 1995 bekannt geworden ist).

Minderheiten

  • Ainu: Die Nachkommen der Ureinwohner Japans, die bis ins 19. Jahrhundert als Jäger und Fischer den größten Anteil der Bevölkerung von Hokkaido ausgemacht haben. Von den Japanern unterscheiden sie sich optisch durch eine hellere Haut und einen stärkeren Bartwuchs.
  • Einwanderer aus dem Ausland: Ein Großteil der Einwanderer aus dem Ausland stellen Chinesen dar. Daneben gibt es noch Koreaner, Brasilianer (meist ethnische Japaner, deren Vorfahren nach Brasilien ausgewandert sind) und Philippiner.
  • Burakumin (auch Dowa genannt): Bis ins 19. Jahrhundert wurde diese soziale Minderheit diskriminiert wurde, weil sie als Schlachter oder Kürschner einen nach buddhistischer Auffassung unreinen Beruf ausübten. Die Nachkommen der Burakumin leiden teilweise noch heute unter den Vorurteilen von damals.

Lernen Sie die japanische Bevölkerung auf Ihrer Reise durch Japan kennen: