Japan Knigge für Reisende

Begrüßung

Ein Handschlag, so wie man ihn in den meisten europäischen Ländern kennt, ist in Japan nicht üblich. Stattdessen wird sich voreinander verneigt.

„Hai“ ist nicht gleich „Ja“

Das japanische „hai“ ist nicht gleichzusetzen mit dem klassischen „ja“ so wie wir es vielleicht kennen. „Hai“ kann „ja“ bedeuten, es kann aber auch lediglich bedeuten, dass der Gegenüber aufmerksam zuhört.

Pünktlichkeit

Japaner setzen auf Pünktlichkeit! Man sollte daher weder zu früh noch zu spät zu einem Termin erscheinen.

Kleidung

Äußerlichkeiten spielen in Japan eine wichtige Rolle. Aufgrund der Kleidung schließt man oft auf die Person. Die Kleidung sollte immer gut sitzen und einen gepflegten Eindruck machen.

Für Geschäftsleute bedeutet das:

  • Männer: Klassischer Anzug mit Krawatte
  • Frauen: Hosenanzug oder ein dezentes Business-Kostüm

(Haus-)Schuhe

Wer ein japanisches Wohnhaus oder einen Tempel betritt, muss vorher seine Straßenschuhe ausziehen, um diese gegen Hausschuhe auszutauschen. Für Toiletten gibt es meist extra Hausschuhe, die nur in der Toilette getragen werden (man sollte nicht vergessen, danach wieder in seine normalen Hausschuhe zu schlüpfen). Räumlichkeiten, die mit Tatami (Bambusmatten) ausgelegt sind, dürfen nur in Socken betreten werden.

Geschenke

Bei Geschenken ist nicht nur darauf zu achten, was geschenkt wird, sondern auch darauf, wie das Geschenk verpackt ist. So sollte die Verpackung auf keinen Fall weiß sein, da Weiß die Farbe der Trauer ist. Gleiches gilt für Schleifen, die für Beerdigungen stehen.

Was sollte man nicht schenken?

  • Zu teure Gegenstände – Das zwingt den Gegenüber ungewollt dazu auch etwas teures zu schenken
  • Weiße Blumen – Weiß ist die Farbe der Trauer
  • Quartette – Die Zahl vier bringt in Japan Unglück
  • Messer und Scheren – Messer und Scheren stehen für das Lösen von beispielsweise Freundschaften

Eher kitschige Geschenke, die zum Beispiel typisch deutsch sind, kommen bei den Japanern besonders gut an.

Das Geschenk sollte schließlich mit beiden Händen überreicht werden, um zu zeigen, dass es von Herzen kommt.

Die unglückliche Zahl 4

Die Zahl vier wird im japanischen „shi“ ausgesprochen und kann daher auch für das Wort Tod stehen. Aus dem Grund gilt die Zahl „4“ als Unglückszahl, die im Alltag möglichst umgangen wird und auch in Hotelzimmern nicht zu finden sein wird.

Niesen und Naseputzen

Das Naseputzen in der Öffentlichkeit ist nicht gern gesehen. Stattdessen ist es sogar besser man schnieft und sucht zum Naseputzen die nächste Toilette auf. Gleiches gilt für das Niesen; das gilt es in der Öffentlichkeit möglichst zu unterdrücken.

Wechselgeld nachzählen ist unhöflich

Das Wechselgeld nicht vor dem Verkäufer nachzählen, da er dies als beschämenden Betrugsverdacht interpretiert.

Essen

Beim Essen ist Schlürfen erlaubt, um dem Koch zu signalisieren, wie lecker das Essen doch ist! Ob Reisende sich auch dem Schlürfen ihrer Speisen hingeben oder nicht, ist ihnen überlassen. Man sollte aber akzeptieren, dass am Nachbartisch Menschen sitzen könnten, die sich ihr Essen schlürfend schmecken lassen.

Das Essen in der Öffentlichkeit gilt als verpönt; sowohl auf offener Straße als auch in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Bei einem Essen in Gesellschaft schenkt man sich selbst nicht nach. Das übernimmt die Begleitung sobald das Glas leer ist. Wer vermeiden möchte, dass die Begleitung weiter nachschenkt, lässt einfach die Hälfte im Glas. Jemand, der sich selbst nachschenkt, könnte in Japan als „Säufer“ auffallen.

Achtung beim Essen mit Stäbchen

  • Mit den Essstäbchen sollte kein Essen weitergegeben werden!
  • Mit den Essstäbchen sollte nicht auf andere gezeigt werden!
  • Essstäbchen sollten niemals in das Essen gesteckt werden!

Trinkgeld

In Japan sind Trinkgelder allgemein nicht üblich. Wenn man beschließt, dennoch Trinkgeld zu geben, sollte man darauf achten, dass man das Trinkgeld nicht einfach so übergibt. Es sollte in einen Umschlag gesteckt und anschließen übergeben werden.

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