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Nara

Als erste Hauptstadt Japans ist Nara für einige der ältesten und bedeutendsten Tempel Japans sowie Tausende von Hirschen in freier Wildbahn bekannt

Lage

Nara, Japans ehemalige Hauptstadt, befindet sich im Zentrum der Insel Honshu und ist die Hauptstadt der gleichnamigen Präfektur Nara.

Geschichte

Früher wurde die Hauptstadt Japans immer neu bestimmt sobald es einen neuen Kaiser gab. 710 wurde diese Tradition allerdings abgeschafft und Nara zur ersten permanenten Hauptstadt Japans erklärt. In dieser Zeit war der Buddhismus auf seinem Höhepunkt und daher wurden die ersten und bedeutendsten Bhuddistischen Tempel Japans in Nara zu finden.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Nara

Nara-Park

Hirsche im Nara Park
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Der Nara-Park beheimatet Tausende von Hirschen, für die die Stadt Nara so bekannt ist. Sie gelten als Götterboten, sind zu einem Symbol der Stadt geworden und wurden sogar als Nationalschatz ausgewiesen.

In der ersten April-Hälfte zur Kirschblüte und im November zur Herbstlaubfärbung ist die Landschaft des Nara-Parks besonders eindrucksvoll.

Im ganzen Park kann man Futter kaufen, mit dem man die Hirsche füttern kann. Und obwohl die meisten der Hirsche zahm sind, bleiben es wilde Tiere, die auch mal aggressiv werden können, wenn sie glauben gefüttert zu werden und es dann doch nicht der Fall ist.

Kofukuji-Tempel (UNESCO)

Der Kofukuji wurde im Jahr 710 erbaut und war der Familientempel des Familien-Clans Fujiwara. Da die Familie während eines Großteils der Nara- und Heian-Zeit als einer der mächtigsten Clans galt, war auch der Tempel in dieser Zeit einer der bedeutendsten Japans.

Zu dem Tempelkomplex zählen eine drei- sowie eine fünfstöckige Pagode. Mit einer Höhe von 5 m ist die fünfstöckige Pagode nur 7 m kleiner als Japans höchste fünfstöckige Holzpagode im Toji-Tempel. Als zweithöchste Holzpagode des Landes ist die Pagode des Kofukuji-Tempel sowohl ein Wahrzeichen als auch ein Symbol von Nara.

Auf dem Tempelgelände befinden sich zudem die zentrale goldene Halle (Haupthalle des Kofukuji-Tempels), die östliche goldene Halle und die nationale Schatzkammer von Kofukuji.

Nachdem die Haupthalle durch einen Brand zerstört wurde, musste sie jahrelang wieder aufgebaut werden. Erst seit Oktober 2018 kann sie wieder besichtigt werden. In der östlichen goldenen Halle befindet sich eine große Statue des Yakushi-Buddha.

Kasuga-Schrein bzw. Kasuga Taisha (UNESCO)

Kasuga-Schrein in Nara
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Der Kasuga-Schrein wurde im Jahr 768 erbaut und ist der Gottheit geweiht, die für den Schutz der Stadt Nara verantwortlich ist. Auch dem Fujiwara-Clan, einer der mächtigsten Familien-Clans in der Geschichte von Japan während der Heian und Nara Zeit, diente der Schrein als Schutzschrein.

Berühmt ist Kasuga Taisha für seine Laternen aus Bronze und Stein, die über Jahrzehnte hinweg von Anbetern des Schreins gespendet wurden. Diese Laternen werden zweimal im Jahr während zweier Laternenfestivals (eines Anfang Februar und eines Mitte August) angezündet.

Das Hauptgebäude des Kasuga-Schreins repräsentiert den unverwechselbaren Kasuga-Stil der Schreinarchitektur. Gebäude dieser Art sind durch ein schräges Dach gekennzeichnet, das sich über die Vorderseite erstreckt.

In den Wäldern rund um den Kasuga-Schrein gibt es zudem viele kleine Hilfsschreine.

Todaiji-Tempel (UNESCO)

Todaiji Tempel in Nara
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Der Todaiji-Tempel ist einer der bekanntesten Tempel in Japan und eines der wichtigsten Wahrzeichen Naras. Er wurde im Jahr 752 als Haupttempel aller buddhistischen Provinztempel Japans erbaut. Aufgrund der großen Macht des Tempels wurde damals im Jahr 784 sogar die Hauptstadt von Nara nach Nagaoka verlegt, um den Einfluss des Tempels auf Angelegenheiten der Regierung so gering wie möglich zu halten.

In der großen Haupthalle, der Daibutsuden oder auch „Große Buddha-Halle“, steht eine der größten Buddha-Statuen aus Bronze. Der 15 m hohe sitzende Buddha wird von zwei Bodhisattva begleitet. Nachdem die Haupthalle durch ein Feuer zerstört wurde, wurde sie seit dem Jahr 1692 rekonstruiert, bis sie im 18. Jahrhundert schließlich fertiggestellt wurde. Lange Zeit galt die Große Buddha-Halle als das weltweit größte Holzgebäude.

In der Daibutsuden befindet sich zudem eine Säule mit einem Loch in der Basis, das genau so groß ist wie das Nasenloch der Buddha-Statue. Es heißt, wer sich durch diese Öffnung zwängen kann, der wird im nächsten Leben Erleuchtung erhalten.

Das große Holztor Nandaimon wird von zwei etwa 8,5 m hohen Statuen bewacht und gilt in dieser Komposition als Nationalschatz Japans. Wer den Todaiji-Tempel besucht, trifft auch auf einige Hirsche aus dem angrenzenden Nara-Park, die gefüttert werden wollen.

Toshodaiji-Tempel (UNESCO)

Der chinesische Priester Ganjin wurde einst vom Kaiser nach Japan eingeladen und gründete im Jahr 759 schließlich den Toshodaiji-Tempel. Er sollte dazu dienen neue Priester auszubilden und den japanischen Buddhismus zu verbreiten. Mit seiner Lehre hatte der Priester Ganjin großen Einfluss auf die Entwicklung des Buddhismus in Japan.

Die Haupthalle Kondo musste fast über zehn Jahre hinweg aufwendig renoviert und rekonstruiert werden. Seit 2009 steht das Gebäude Besuchern wieder offen.

Die Vortragshalle Kodo war ursprünglich ein Verwaltungsgebäude des Kaiserpalastes von Nara und wurde erst später nach Toshodaiji verlegt. Heute ist die Vortragshalle das einzige erhaltene Gebäude des ehemaligen Palastes.

Auf der Tempelanlage befinden sich auch eine große Glocke aus der Heian-Zeit, eine Kapelle, einstige Schlafräume von Mönchen in der Ausbildung und eine kleine Schatzkammer.

Yakushiji-Tempel (UNESCO)

Yakushiji-Tempel in Nara
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Der Yakushiji-Tempel wurde im Jahr 680 von Kaiser Tenmu in strenger Symmetrie angelegt. Er sollte der Genesung seiner kranken Frau dienen. Rechts und links wird das Hauptgebäude von jeweils einer Pagode bewacht. Die Ostpagode erscheint mit ihren kunstvollen Zwischendächern sechstöckig und doch ist sie wie die Westpagode nur dreistöckig.

In den 1970ern musste die Haupthalle nach mehrfachen Bränden wieder aufgebaut werden. Sie beherbergt die berühmte Yakushi-Trinitas. Im Zentrum der Yakushi-Trinitas steht ein 2,60 m hoher Medizin-Buddha auf einer Medizinkiste. Daneben befinden sich der stehende Nikko-bosatsu und der stehende Gakko-bosatsu.

Buddhistische Heiligtümer von Horyu-ji(UNESCO)

Mit den weltweit ältesten erhaltenen Holzkonstruktionen der Welt wurde der Horyuji-Tempelkomplex im Jahr 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Erbaut wurde er im Jahr 607 vom Prinz Shotoku und ist damit einer der ältesten Tempel Japans. Insgesamt umfasst die gesamte Tempelanlage 45 Bauten, die teilweise zum Nationalschatz der Landes zählen. Besucher des Tempels können zahlreiche meisterhafte Kunstwerke aus den verschiedensten Epoche begutachten.

Isuien Garten – Der „Garten auf Wasserbasis“

Der Isuien Garten befindet sich im Zentrum von Nara und ist in zwei Bereiche unterteilt; den Vorgarten und den Hintergarten. Sein Beinamen „Garten auf Wasserbasis“ lässt sich mit seinen Teichen erklären, die vom angrenzenden Yoshikigawa-Fluss gespeist werden. Die Geschichte des Vorgartens reicht bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts zurück. Der Hintergarten wurde erst 1899 von einem wohlhabenden Kaufmann angelegt.

Ein Spaziergang durch den Isuien Garten führt über kleine Brücken und Steine im Wasser, vorbei an mehrere kleinen Teehäusern und einer Wassermühle. In die Komposition des Gartens wird auch die Hintergrundlandschaft eingebunden. Ein Vorgehen, was man als das „Ausleihen von Landschaften“ bezeichnen könnte. Die Zusammensetzung der „geliehenen Landschaft“ umfasst im Isuien Garten das Nandaimon-Tor des Todaiji-Tempels sowie die drei höheren Hügel, die über Nara hinausragen: die Berge Wakakusa, Kasuga und Mikasa.

Neben dem Isuien Garten befindet sich ein kleines Museum, in dem unter anderem chinesische und koreanische Keramik, Spiegel und Artefakte aus der Sammlung der Familie, der Isuien gehört, ausgestellt werden.

Anreise

Nara erreicht man ab Kyoto oder Osaka jeweils innerhalb von etwa einer Stunde mit dem Zug ab Osaka oder Kyoto.

Beste Reisezeit für einen Besuch in Nara

Die beste Reisezeit für Nara sind die Monate April bis Juni und September bis Oktober.